Gesendet von admin am 18. November

Katzen reimt sich nicht von ungefähr auf Kratzen. Es ist eines ihrer natürlichsten Verhaltensweisen, mit dem sie sowohl ihr Bedürfnis nach Körperpflege als auch nach sozialem Kontakt befriedigen und ausdrücken. Wenn Sie also nicht ständig tapezieren möchten oder häufiger ein neues Sofa oder Betten kaufen wollen, sollten Sie Ihrer Katze geeignete „Kratzgelegenheiten“ zur Verfügung stellen und sie an leicht zugänglichen Stellen in der Wohnung positionieren. Ein Kratzbaum mit robusten Kratzsäulen aus Sisal mit kuscheligen Liegeflächen und Höhlen in verschiedenen Höhen bietet den Stubentigern ebenso gute Klettermöglichkeiten wie Ruhe- und Kratzmöglichkeiten, so dass sie ein unabdingbares Möbelstück für Katzenhalter sind. Auch Kratzmatten oder sogenannte Kratzbretter, die an Wänden oder Möbeln befestigt werden können, schützen als Eckenschoner diese zusätzlich vor den Krallen der verspielten Vierbeiner.

Doch selbst wenn Sie Ihre ganze Wohnung mit Sisalteppichen oder Kratztapeten ausgestattet haben, werden sich die Vorderpfoten der Katze hin und wieder an einem Möbelstück verirren. Steht also der Kauf einer neuen Couch, neuer Stühle oder einer neuen Federkernmatratze an, sollten diese möglichst mit unempfindlichen Bezugsstoffen ausgestattet sein. An Rattanmöbeln oder Lederbezügen werden Sie wohl nur kurzzeitig Freude haben. Auch ist es ratsam, ein altes Möbelstück, an dem die Katze besonders gern und ausgiebig kratzt, nicht zu entsorgen, sondern als Kratzmöbel in der Wohnung zu belassen. So werden die neuen Möbel wahrscheinlich eher in Ruhe gelassen, als wenn sich die Katze wieder ein neues Opfer daraus wählen muss.

Um einer Katze das Kratzen an den richtigen Stellen beizubringen, sollte man sie natürlich zuerst einmal gut beobachten. An welcher Stelle oder an welchen Materialien kratzt sie am liebsten? Dort sollte man dann entweder einen Kratzbaum aufstellen oder Kratzbretter befestigen. Werden häufig bestimmte Möbelecken malträtiert, kann man diese vorübergehend z. B. mit doppelseitigem Klebeband bekleben und der Katze so das Vergnügen verderben. Sprühflaschen helfen nur, wenn man die Katze in flagranti beim Kratzen erwischt. Durch Schimpfen allein wird man einer Katze das Falschkratzen nicht abgewöhnen, denn auch tadelnde Worte sind eine Form der Aufmerksamkeit, welche meist das Ziel ausgiebiger Kratzattacken sind. Besser ist es, die Katze beim Kratzen an einer unerwünschten Stelle durch ein lautes Geräusch, wie Händeklatschen oder einen Schlag auf den Tisch zu erschrecken. Und auf keinen Fall sollte man ihr nach einem Fehlkratzer etwa Fressen oder Streicheleinheiten gewähren.

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